In 3 wochen vom gringo zum gaucho…
2 01 2010Iguazu,den 7.12.2009, der Gringo landet in Brasilien. Nach einer stunde warten auf den bus unter einem wellblechdach bei stroemenden regen, erreicht er letztendlich durchnaesst Argentinien, wo er sich in puerto iguazu erst mal auf herbergssuche macht. Nach einem kleinen fussmarsch kehrt er im “peter pan” ein um seine mueden knochen erst mal haengen zu lassen. Nachdem die herbergsmutter kein englisch kann und dem gringo sein spanisch, nun ja sagen wir mal, etwas eingerostet ist”reusper” schaft er es erfolgreich ein bett zu ergattern. Nachdem der gringo noch keine ahnung von den gewohnheiten der argentinier hat macht er den fehler, schon um 8 uhr essen zu gehn und das weltberuehmte bier quilmes zu bestellen. Haette er mal besser nicht gemacht, das bier kam einem faxe gleich und war 1L maechtig, lecker! Auf sein essen durfte er auch eine halbe ewigkeit warten, weil hier in argentinien geht man noch nicht essen um 20uhr mittag!
Tag 2. der gringo faehrt ausgeruht zu den wasserfaellen von iguazu und laesst die schoenheit der argentinischen natur auf sich wirken. Abends gegen 23 uhr gings dann mit 3 deutschsprachigen reisebekannten zum lomo essen…argentinisches rinderfilet=sehr fein!
Tag 3, der gringo beschliesst, sein standort nach posadas zu seinem alten gauchofreund tobias zu verlagern um einen crashkurs in sachen argentinischer kultur zu bekommen, bevor es weiter nach patagonien geht. Nachdem der gringo auf grund mangelnder bayerisch kenntnisse des personals, der busgesellschaft einen platz im bummelbus bekommen hat und alle 5 km anhalten durfte, erreichte er nach 5 std posadas, wo er auch gleich von tobi in empfang genommen wurde. Zum abendessen haben wir in einer gruppe von 5-6 leuten empanadas selber gemacht und bis 2 uhr gegessen. Am naechsten tag war der gringo mittags zur siestazeit mit raul alias papi (tobis mitbewohner) und leo alias hermanito (bekannter von raul der auch dort wohnt) zusammen zuhause und die sprachbariere hat mal wieder lustige situationen hervorgebracht. Als die zwei argentinier (in der regel super reinlich, 3 mal duschen am tag…) mir haenden und fuessen ihm klar machen wollten, dass er das rote handtuch nicht fuer sein gesicht hernehmen sollte, da sie es zum hintern abwischen nach der bd-benutzung hernehmen :)…einige zeit spaeter haben sie im kollektiv den google live uebersetzer fuer sich gefunden und ueber das notebook kommuniziert 🙂
leider wurde der gringo noch nicht in die kunst des asado machens eingewiesen nachdem es in einer tour geregnet hat…Am folgenden Tag ging es nach einem besuch von tobis reservat mit dem bus weiter nach Buenos Aires, wo tobis mom und schwester schon auf uns gewartet haben. Von Buenos Aires ist die 4er-gruppe mit dem zeugflug am selben tag noch nach el calafate in patagonien weitergeflogen. Bei der ankunft hat sich herausgestellt, dass die fluggesellschaft den traeger vom rucksack des gringos fast vollstaendig abgerissen hat. Nach tagelangen warten und hin und her mit der fluggesellschaft hat der gringo beschlossen, seinen rucksack erst mal zu reparieren und schaun ob er haelt…noch haelt er! Neben einen Ausflug auf den Hausberg cerro el calafate wurden ausfluege zu dem beeindruckenden gletscher perito moreno (slackaktion) und dem bergsteigerort el chalten unternommen. Zwischenzeitlich war die gruppe noch 6 tage in chile um vom basecamp puerto natales aus das „W“ im nationalpark torres del paine zu laufen. Dort wurden in 71 std und 3 naechten mit zelt und gepäck ueber 80 km bei wind und wetter zurueckgelegt. An der grenze nach chile musste die gruppe ihre essensvorraete nach rucksackdurchsuchung aufgeben. Bevor alles weggeschmissen wird, haben wir das essen unter den mitreisenden im bus aufgeteilt und der busfahrer im speziellen hat sich sehr ueber die salami gefreut 😀
El chalten war leider sehr ernuechtern, nachdem der wettergott nicht auf unerer seite stand, wurden die zelte am 23.12 aufgebrochen. Wenigstens konnten wir bei der abreise noch einen kurzen blick auf die bekannten berge fitz roy und cerro torre erhaschen. Die anschliessende busfahrt(28std) wurde fuer den gringo zu einer echte tortur, nachdem sein magen und darm spiele mit bakterien und viren spielten und nicht mal der gute freund imodium was ausrichten konnte 🙂 Weihnachten wurde dann in puerto madryn ganz traditionell mit asado und am stand abflacken verbracht, der gringo lernt langsam dazu…Von puerto madryn wurden ausfluege nach beninsula valdez, rawson und punta tomba unternommen um delfine, roben, seeloewen und pinguine anzuschauen. In der zwischenzeit hat der gringo bereits alpargatas und bombacha bekommen und ist nun kaum noch von einem gaucho zu unterscheiden, nachdem er bereits auch die zubereitung von traditionellen gerichten erlernt hat und regelmaessig mate trinkt, bloss reiten kann er noch nicht…:)
Silvester wurde dann in Buenos aires gefeiert, zusammen mit den paris dakar leuten und am naechsten tag wurde der „start“ angeschaut…
Heute geht’s mit dem Bus weiter nach mendoza und am 8.1 von satiago nach fiji…
um den gaucho mach ich mir jetzt keine sorgen mehr, er kennt sich ja jetzt aus 😉
Also meine lieben, nachdem es schon laenger keine fotos mehr gegeben hat, werd ich jeden tag ein neues album hochladen um euch nicht zu uebervordern… 🙂
gruass andi
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